Die elektronische Patientenakte (ePA) ist inzwischen in allen Praxen angekommen. Dennoch bietet sie immer noch reichlich Diskussionbedarf. In diesem Workshop wollen wird einen Rückblick auf die Einführung der EPA, den Ist-Zustand, aber auch einen Blick auf zukünftige Entwicklungen in diesem Bereich richten. Mit Jakob Scholz von der KVWL wird uns ein profunder Kenner der EPA spannende Einblicke in die Thematik gewähren.
Wesentliche Punkte aus drei aktuellen Leitlinien werden auf den Punkt gebracht und typische Problemstellungen bei der Umsetzung in der Praxis diskutiert.
In diesem Jahr sind folgende Themen geplant :
NVL chron. KHK & Herzinsuffizienz: Case finding, kardiale Stufendiagnostik (wann welches Verfahren), Zusammenarbeit Kardiologie (Weckbecker); S3-Leitlinie Schilddrüsenknoten bei Erwachsenen. Empfehlungen zu Prävention, Diagnostik und Therapie in der hausärztlichen Versorgung (Schübel); S3 Leitlinie Prävention, Diagnostik, Therapie Bronchialkarzinom (4/25): Früherkennung via Niedrigdosis CT – wer profitiert (nicht) ? (Schlößler)
Das HÄPPI-Konzept ist ein zukunftsorientiertes, berufsübergreifendes Versorgungsangebot. Es beinhaltet Strukturen und Rahmenbedingungen, die das Arbeiten in Zeiten, in denen der Bedarf nach hausärztlicher Versorgung stetig steigt, erleichtern und neue Formen der Zusammenarbeit im Team ermöglichen sollen. Es ist ein Angebot an hausärztliche Praxen, die noch stärker auf die Versorgung von Patientinnen und Patienten im Team bauen wollen.
In diesem Workshop lernen Sie praxisnahe Strategien zur Stressbewältigung und Achtsamkeit kennen. Durch kurze, alltagstaugliche Übungen und praktische Tipps können Sie Ihre Resilienz stärken, Ihre innere Ruhe fördern und Ihre Fähigkeit, auch in herausfordernden Situationen gelassen zu bleiben, verbessern. Dieser Workshop bietet Raum für Austausch und gibt Ihnen konkrete Impulse, die Sie sofort in Ihrem Berufsalltag umsetzen können.
Um das reguläre Notarztsystem zu entlasten, implementieren immer mehr Städte und Kreise eine*n Telenotärzt*in in den Leitstellen der Feuerwehr bzw. des Rettungsdienstes. Das Telenotarztsystem ermöglicht es, notärztliche Expertise mittels digitaler Kommunikation direkt bereitzustellen, um den Rettungsdienst am Notfallort auch ohne physische Präsenz eines Arztes oder einer Ärztin zu unterstützen. In Ostwestfalen-Lippe ist der*die Telenotärzt*in bereits etabliert, Konzepte für Bochum und Nachbarstädte befinden sich in der Entwicklung resp. in der Erprobung.
Welche Bedeutung hat der Einsatz eines Telenotarztes bei Notfällen in Hausarztpraxen? Wie ist der Telenotarzt in die Leitstelle eingebunden und wie gestaltet sich die Schnittstelle zu den Praxen? Wie beeinflussen diese Konzepte die etablierten Notfallkonzepte der Praxen und welche Lerneffekte lassen sich aus ihnen ableiten?
Dies wollen wir diskutieren mit Thorsten Dahm – Chefarzt der ZNA des Christlichen Krankenhauses in Paderborn, Martina Krumsdorf – Hausärztin, Notärztin und Quereinsteigerin Allgemeinmedizin sowie Brandoberinspektor Michael Jünger – Feuerwehr und Rettungsdienst Stadt Bochum (Rettungsdienstschule), Notfallsanitäter und MBA im Sozial- und Gesundheitswesen.
PA, MFA, NÄPA stellen sich und ihren Arbeitsalltag vor, diskutiert werden sollen Fragen der Delegation / Arbeitsverteilung auch zwischen MFA / PCN und PA.
Referierende: Luzius (KVWL), N.N. (PA)
Die Teilnehmenden erwartet ein interaktiver Workshop mit der Diskussion von Tools für die Hausarztpraxis, durch die die eigenen Strukturen, das Team und die Patientinnen und Patienten auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet werden können
Jeder Mensch hat seine eigene Strategie, um mit Herausforderungen im Leben fertig zu werden. Dabei hilft der Humor. Humor ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft, die uns hilft, mit unseren eigenen Unzulänglichkeiten liebevoll umzugehen, negative Emotionen zu regulieren, die Beschwernisse des Lebens aus Distanz zu sehen, die eigenen Lebensumstände so zu deuten, dass auch im Schwierigen und Schlechten das Gute erfahrbar wird, einen Perspektivenwechsel und eine Neubewertung einer belastenden Situation zu wagen, die zwischenmenschliche Kommunikation zu verbessern und Konflikte zu entschärfen oder einfach einmal befreit zu lachen.
Gerade im Bereich der Gesundheit kann Humor einen wertvollen Beitrag zum Wohlbefinden leisten. Er kann bei Patient*innen Ängste reduzieren, Verbundenheit demonstrieren und er kann ein Mittel sein, schwierige oder unangenehme Themen anzusprechen. Es ist wissenschaftlich gut untersucht, dass Humor bei Patient*innen den Heilungsprozess unterstützt, die Lebensfreude bewahrt und die Lebensqualität verbessert. Konzentriert man sich auf etwas Witziges, sinkt sogar das Schmerzempfinden.
Ärzt*innen und das gesamte Praxispersonal können ebenfalls von einem humorvollen Umgang profitieren – mit Patient*innen, im Team ebenso wie für ihre eigene Gesundheit. Humor verhindert oder eliminiert keine Probleme, sondern er hilft vielmehr schwierige oder herausfordernde Situationen im Leben zu ‚er‘-tragen.
Wir gehen im Workshop der Bedeutung des Humors allgemein und für jeden einzelnen auf den Grund. Die Teilnehmenden erfahren, was Humor zum Resilienzfaktor macht und welche Auswirkungen es hat, wenn alle Mitarbeitenden einer Praxis sich bewusst entscheiden, Humor in ihren Arbeitsalltag und in ihr Leben zu integrieren. Viele Beispiele und Anregungen zum mitmachen ergänzen den Workshop.
Familienmedizin ist Beziehungsmedizin. Steht das nicht im Widerspruch zur zunehmenden Technisierung? Ob und wie Familienmedizin von der Digitalisierung unserer Hausarztpraxen profitieren kann, wollen wir gemeinsam ausloten.
Die Digitalisierung hält mit zunehmender Geschwindigkeit Einzug in den medizinischen Praxisalltag. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), Künstliche Intelligenz (KI) und die elektronische Patientenakte (ePA) versprechen Effizienzgewinne, bessere Vernetzung und eine höhere Versorgungsqualität. Neben Chancen zur Steigerung von Transparenz & Effizienz von Abläufen ergeben sich auch Risiken für die Beziehungsorientierung in der Medizin. Patient*innen konsultieren heute nicht mehr „Dr. Google“, sondern KI-gestützte Systeme und kommen mit digital geprägten Erwartungen sowie vorstrukturierten Informationen in die Praxis. Gleichzeitig übernehmen Tools wie ePA, Chatbots oder Online-Terminvergaben Aufgaben, die früher fest im persönlichen Kontakt mit dem Praxisteam verankert waren. Wie verändert sich der Praxisablauf konkret? Welche Auswirkungen hat Digitalisierung auf die Arzt-Patienten-Beziehung? Und besteht die Gefahr, bestimmte Patient*innengruppen abzuhängen? Die Veranstaltung widmet sich diesen Fragen in einem interaktiven Fishbowl-Format und lädt dazu ein, Chancen und Risiken digitaler Lösungen sowie die dafür erforderlichen Kompetenzen differenziert zu diskutieren.
In diesem interaktiven Workshop stellen vier erfahrene Hausärzt*innen innovative Praxis- und Versorgungsmodelle vor, von hochdigitalen Konzepten bis zur weiterentwickelten Einzelpraxis.
Im Fokus stehen:
– Die digitale hausärztliche Praxis „hausarztfrei“
Dr. Thomas Bandorski stellt die deutschlandweit erste digitale hausärztliche Praxis ohne Hausärzt*in unter Nutzung von KI und digitaler Untersuchungstools vor. Damit adressiert er den absehbaren Versorgungsengpass, da in Ostwestfalen-Lippe etwa 30 % der Hausärzt*innen über 60 Jahre alt sind und in naher Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen werden.
– Das multiprofessionelle MVZ als Zukunftsmodell?
Dr. Lorenz Feuerbach beleuchtet innovative Praxisformen, in denen ärztliche und nicht-ärztliche Gesundheitsberufe systematisch in die Versorgung eingebunden werden, um ärztliche Ressourcen zu entlasten und interprofessionelle Zusammenarbeit zu stärken.
– Der Hausarzt oder die Hausärztin muss es im Team richten
Dr. Volker Eissing stellt ein Model vor, in dem die hausärztliche Versorgung bereits heute durch die Delegation an Physician Assistants nicht nur gesichert, sondern auch qualitativ erheblich verbessert werden kann. Dabei werden sektorale Grenzen zunehmend überwunden.
– Die Einzelpraxis neu gedacht
Dr. Regina Beverungen thematisiert die inhabergeführte hausärztliche Praxis im Vergleich zum MVZ als Form der Primärversorgung. Anschließend werden Aspekte wie Wirtschaftlichkeit, Versorgung und Innovationen diskutiert.
Kurze Impulse und eine offene Diskussion laden dazu ein, Chancen und Grenzen der Modelle gemeinsam kritisch zu reflektieren.
Die nachhaltige, langfristige Sicherung hausärztlicher Versorgung erfolgt durch Unterricht am Campus durch Lehrbeauftragte sowie qualitativ hochwertige Praktika in der Hausarztpraxis zu unterschiedlichen Zeitpunkten während der Ausbildung (Hospitation, Blockpraktikum, PJ) auch mit Blick darauf, dass ein nahtloser Übergang zur Weiterbildung ermöglicht wird. Auch in der Forschung sind praktisch versorgende Hausärzt*innen und Praxisteams gefragt.
Informationsangebot für potenzielle neue Forschungs- und Lehrpraxen und Ärzt*innen, die Interesse haben, sich künftig in der Lehre (mehr) einzubringen.
Die Sicherung der hausärztlichen Versorgung bedarf einer qualitativ hochwertigen & für die Teilnehmenden attraktiven Weiterbildung. Dies beinhaltet nach dem Can Meds Modell neben Kenntnissen ( der medizinischen Expertise) auch Skills und Haltungen in unterschiedlichen Bereichen sowie Erfahrungen in vielen Feldern der Medizin, die im Rahmen der Weiterbildung neben klassischen Verbundlösungen auch in Form von organisierten Rotationen & Kurzzeithospitationen erreicht werden können. Der Workshop ist Bestandteil des neuen Zertifikates „geschulte Weiterbildungsstätte“ von ÄKWL & KWWL. Teil 2 (Feedbackmethoden) ist u.a. beim Hausärztetag in Dortmund am 18.3. geplant.
Ärzte in Weiterbildung sind ebenfalls herzlich willkommen , um über Ihre Wünsche & Erfahrungen zu berichten
Die Anmeldung zum TdA erfolgt online.
Dafür bitte unten die entsprechende Kategorie auswählen.
(+49) 234 / 32 – 22322
lehre-allgemeinmedizin@rub.de
Öffnungszeiten:
Mo – Mi: 09:30 – 12:00 und 13:30 – 15:30 Uhr
Do: 13:30 bis 15:30 Uhr
Fr: 09:30 bis 12:00 Uhr
(+49) 234 / 32 – 27127
allgemeinmedizin@rub.de
(+49) 571 / 790 – 1923
owl-allgemeinmedizin@rub.de
(+49) 234 / 32 – 27127
forschung-allgemeinmedizin@rub.de
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